Verfasst von: Karl-Heinz Menzel | 24. April 2009

Stadtgartensee

Stadtgartensee

Am Montag den 20.4. war ich zur nicht öffentlichen Bauausschusssitzung zum Thema Friedhof/ Friedhofskultur geladen. Als ich im Foyer im Rathaus wartete haben Herr Münch und Herr Dr. Heinrich die Sitzung verlassen.

Am übernächsten Tag konnte ich in der ARZ den Grund für den Besuch der beiden Herren lesen.

Renaturierung des Stadtgartensees.

Die naturnahe Umgestaltung des Sees und des Uferbereichs.

Ich musste den Bericht mit den Varianten zweimal lesen und traute meinen Augen auch nach dem zweiten mal lesen nicht.

In drei Varianten wurden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt. Bei der schlimmsten Variante 3 wird die Parknutzung im Seebereich fast ganz gestrichen und der Rundweg wird komplett entfernt.

Für wie viele Mütter mit ihrer Kinder ist der See, mit seinem Rundweg, eine schöne Möglichkeit nahe an die Tiere heranzukommen.

Wir haben erst das Altersheim erweitert, betreutes Wohnen ist zweimal ganz in der Nähe.
Für viele ist es ein festes Tagesritual um den Stadtgartensee zu laufen und „ihre“ Tiere zu besuchen. Viele kennen die Enten, Schwäne oder Fische persönlich mit Namen.

Ich werde mich kompromisslos für die Erhaltung des Sees in seiner jetzigen Form einsetzen. Der Rundweg muss nahe am Wasser bleiben.

Bitte keine Uferbepflanzung die den Zugang und die Sicht auf den See versperren.

Dem Umweltschutz alle Ehre. Aber in diesem speziellen Fall, denke ich, muss einfach die Menschenfreundlichkeit Vorrang haben.

Ich habe ein Gespräch mit Herrn Bathe, Betreuer des Stadtgartensee und der Tiere im Stadtgarten und Zoogeschäftbetreiber gesucht. Er vertritt dieselbe Meinung wie ich und kann die geplanten Veränderungen ebenfalls nicht verstehen. Von ihm eingeleitete Messungen ergaben, dass die Wasserqualität im See hervorragend ist. Aus dieser Sicht ist keine Veränderung notwendig.

Als einziger Kompromiss könnte ich mir die Neubepflanzung der Futterinsel vorstellen. Und wenn unbedingt „Geld ausgegeben werden muss“, dann in eine Renovierung bzw. eine Erneuerung in der jetzigen Form.

Die Entscheidungsträger sollten auch an die direkten Anwohner des Stadtgartens denken. Die in den verschiedenen Varianten geplanten Flachwasserzonen mit Röhrichtzonen ist nicht nur für das Teichhuhn eine Brutstätte, sondern auch für Stechmücken.


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